Anfang
Der Fall der alten Welt
Das Sonnensystem stand am Rand des Untergangs. Erde, Mars, Venus, die Monde von Saturn und Jupiter: Jede Welt hatte ihre eigenen Träume von Vorherrschaft, jede Fraktion war in endlosen Kriegszyklen gefangen. Der Kampf um die Erde, die Wiege der Menschheit, hatte sie alle an den Abgrund getrieben. Keine Seite hatte die Kraft zum endgültigen Sieg, und jeder Tag brachte neue Schlachten, Verrat und Blutvergießen.
Dann kam die Void.
Niemand wusste, woher sie kam. Eine Macht jenseits aller Vorstellung, die mit überwältigender Brutalität über die zerrissenen Welten der Menschen herfiel. Ihre Schiffe verdunkelten den Himmel, ihre Waffen löschten ganze Städte aus. Es war die Vernichtung in Person. Die Menschheit, so gespalten, so verbittert, hatte keine Chance. Die Fraktionen brachen unter dem unerbittlichen Vormarsch zusammen. Was von den stolzen Nationen und raumfahrenden Imperien übrig blieb, taumelte am Rand des Aussterbens.
Und dann erschien das Licht.
Ein Wesen von unmöglicher Strahlkraft, das in Gedanken sprach und die letzten Überlebenden dem Heil entgegenführte. Eine einzige Chance, eine letzte Hoffnung: ein gewaltiges Generationenschiff, gebaut aus den vereinten Kräften der verbliebenen Fraktionen. Es sollte die Überreste der Menschheit durch ein Tor tragen, eine wirbelnde Anomalie, die das Licht geöffnet hatte. Wohin, konnte niemand sagen. Aber zu bleiben bedeutete sicheren Tod.
Die Menschheit, durch Not und Verzweiflung vereint, floh ins Unbekannte.